Vereinsgründung

Der CCI wurde am 25.01.2015 in Ratingen, bei mir Zuhause gegründet. Nach anderthalb Jahren im Vorstand, habe ich mich aus verschiedenen Gründen, bewusst dazu entschlossen, diesen Verein zu verlassen.

Der Verein wurde für die Rasse Cane Corso gegründet, um Veranstaltungen zu organisieren, wo die Züchter und Anhänger aus Deutschland die Möglichkeit haben sich besser kennenzulernen, um dann später evtl. einen Rassehundezuchtverein und die Aufnahme beim VDH zu beantragen. Zum damaligen Zeitpunkt, kannten die Züchter sich überwiegend nur von Ausstellungen und wirklich intensive Gespräche wurden untereinander nie ausgetauscht. Somit war auch nicht klar, wem was besonders wichtig für die Rasse und das  Zuchtgeschehen ist.

Nachdem es zu diese Zeitpunkt einen weiteren Cane Corso Verein gab, war das Chaos und die Verwirrung perfekt und der Ärger groß. Warum und wieso haben eine Handvoll Züchter, hinter dem Rücken der anderen Züchter nun einen Verein gegründet?

Plötzlich standen Zuchtwarte bei Züchtern unangemeldet vor der Tür, da es angeblich „dreckig“ bei ihnen war. Andere hatten das Veterinäramt bei sich, da dort anonym ein Hinweis eingegangen ist, andere wiederum wurden von der Finanzbehörde kontaktiert, da man nicht für alle Hunde Steuern zahlen würde.

Im Nachgang stellte sich jetzt heraus, dass einige Vorgespräche zur Vereinsgründung mit einigen Züchtern, schon nicht so gelaufen sind, wie es eigentlich gedacht war. Daher war der Großteil der Züchter gegen einen Verein aus Angst, dass das Reglement des VDH geändert bzw. strenger gefasst wird.

Es ist also leider nicht absehbar, dass doch in meinen Augen sehr wichtige Dinge, die alleine dem Wohle und Gesundheit der Rasse dienen, zukünftig nicht geändert werden.

Es ging hier leider nicht mehr um die Rasse Cane Corso Italiano und wie wir etwas für die Verbesserung der Rasse hier in Deutschland tun können, es ging nur noch darum, andere zu disqualifizieren und schnellstmöglich die Aufnahme beim VDH zur Anerkennung zu erlangen.

 

Am 10.07.2016 gründeten Johanna Sandfort und ich, den Cane Corso Club Germany e.V..

Wir möchten zukünftig für die Zucht ein strengeres Zuchtreglement, in Hinblick auf die Gesundheit und Wesen des Cane Corso. Hohe Inzuchtverpaarungen, wie es im VDH und anderen Vereinen erlaubt ist, wird es in unserem Verein nicht geben. Ebenso wird es keine HD C x HD B Verpaarungen geben. HD, ED und OCD gehört zukünftig zu den Pflichtuntersuchungen und alle Welpen werden zukünftig ein vom Tierarzt ausgestelltes Gesundheitszertifikat erhalten.

Auch die Zucht in einer Etagenwohnung oder einem Wohnbereich ohne Garten oder Grundstück ist bei uns nicht zulässig, um eine artgerechte Aufzucht zu ermöglichen. Dies ist auch Voraussetzung um im Notfall eine Nachzucht zur Weitervermittlung zurücknehmen zu können und somit der Verantwortung eines gewissen- haften Züchters nachzukommen.

Da nicht nur Gesundheit sondern auch das Wesen des Hundes enorm wichtig für ein harmonisches Zusammenleben ist und sich dort in den letzten Jahren massive Probleme gezeigt haben, haben wir uns entschieden, einen ausführlichen Verhaltenstest durchzuführen. Dieser findet nicht hinter verschlossenen Türen im kleinen Kreis statt, sondern wird sogar in der Öffentlichkeit durchgeführt um Nervenstärke und Alltagstauglichkeit unserer Hunde festzustellen.

Wir hatten ebenfalls die Anerkennung beim VDH angestrebt. Für das Zuchtpotential werden 4 Rüden und 10 Hündinnen gefordert, die nicht in erster und zweiter Generation miteinander Verwandt sind, nicht älter als 15 Monate - 4 Jahre sind und eine uneingeschränkte Zuchtzulassung im VDH haben. Im Mai 2017 wollten wir die noch zwei fehlenden Zuchtzulassungen in Dortmund einholen.

 

Da der CCI allerdings im März 2017 die vorläufige Aufnahme erhalten hat, wurde vom VDH keine Zuchtzulassungsveranstaltung mehr organisiert. Der CCI dagegen hat die Zuchtzulassung der Hunde boykottiert, so dass für uns keine Möglichkeit mehr bestand, die Aufnahme zu erlangen, obwohl das Zuchtpotential nachweislich vorhanden war.

Neben weiteren Nickeligkeiten, um die Konkurrenz aus dem Weg zu räumen, veranlasste der CCI schnellstmöglich die Löschung der langjährigen FCI-geschützten Kennelnamen.

Da wir die VDH-Aufnahme nicht erhalten haben und uns geweigert haben dem CCI beizutreten, da  dieser Club so gar nicht unseren hohen fachlichen und menschlichen Ansprüchen genügt,  haben wir und weitere langjährige VDH-Züchter uns schweren Herzens entschlossen, nicht mehr im VDH zu züchten.

 

Welche Anforderungen stelle ich an meinen zukünftigen Cane Corso?

Möchte ich einen reinen Familienhund, plane ich eventuell auszustellen oder gar selbst zu züchten oder möchte ich im Hundesport arbeiten?

Der Cane Corso ist zur Zeit leider keine homogene Rasse. Viele Hunde entsprechen nicht dem Rassetyp und wir sehen immer mehr Boxer oder Bullmastifftypen oder das krasse Gegenteil: Windhund- Verschnitte mit aufgezogenem Rücken und eingezogener Rute! Der Cane Corso ist kein brachzephaler Hundetyp. Betonter Vorbiss, runde Köpfe und zurückgesetzte Nasen mögen auf viele niedlich wirken, entsprechen aber bei einem Cane Corso nicht dem Rassestandard.

Viele Hunde weisen erhebliche anatomische Mängel auf. Karpfenrücken und steile Hinterhand sind nicht nur optisch nicht schön, sondern bringen auch oft ernste Probleme mit dem Bewegungsapparat und Einschränkungen in der Funktionalität mit sich. Eine schlecht gewinkelte Hinterhand geht oft mit kurzen Bändern einher und Kreuzbandrisse können daraus resultieren.

Aufgezogene Rücken sind oft gekoppelt mit Wirbelsäulenerkrankungen und bringen nicht selten Bandscheibenprobleme mit sich, da eine Fehlbelastung der Wirbelsäule hier auf Dauer ihren Tribut fordert.

Auch darf das Wesen nicht außer Acht gelassen werden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass extrem ängstliches oder aggressives Verhalten in einigen Linien verbreitet ist und vererbt wird.

Schauen Sie sich die Elterntiere ihres zukünftigen Hundes in der Gesamtheit an. Stellen Sie sich so ihren künftigen Cane Corso vor?

 

Augen auf beim Welpenkauf

Besuchen Sie die Zuchtstätte am besten noch bevor die Welpen geboren sind. Oft sind die Welpen eine Ablenkung und Sie würden viele Details, im Angesicht der niedlichen Welpen, keine Beachtung schenken.

Lassen Sie sich die zukünftigen Elterntiere zweigen, wobei der Rüde nicht immer vor Ort ist. Die Hunde sollten sich niemals ängstlich, unsicher oder sogar aggressiv zeigen.

Erkundigen Sie sich nach den Röntgenergebnissen der Elterntiere. Nimmt ein Züchter eine HD B/HD C Verpaarung vor, lassen Sie sich vom Züchter erläutern, warum er denkt, dass aus dieser Verpaarung HD-freie Hunde hervorgehen. Denn das sollte das Ziel sein.

 

- Zeigen die Hunde ein gutes Sozialverhalten und haben sie einen guten Bezug zum Züchter?

- Bietet der Züchter Ihnen an, die Welpen mehrfach zu besuchen?

- Interessiert sich der Züchter für ihre Wohnverhältnisse, Arbeitszeiten, Hundeerfahrung etc.?

- Nimmt sich der Züchter die Zeit Ihnen alle Fragen zu beantworten?

- Zeigt der Züchter Ihnen auf Nachfrage alle Gesundheitsuntersuchungen oder stellt sie öffentlich   

  zugänglich auf seiner Website zur Ansicht?

- Hat der Züchter langjährige Erfahrung mit der Haltung, Zucht, Aufzucht und Erziehung dieser Rasse,

   um Ihnen mit Ihrem Welpen entsprechende Tipps geben zu können?

 

Offizielle und Inoffizielle Zucht

Es wird immer öfter verbreitet, dass nur die Zucht unter dem VDH eine „offizielle Zucht“ ist.

Allerdings ist eine offizielle Zuchtstätte nur dann offiziell, wenn der Züchter eine behördlich abgenommene Zuchtstätte hat und die Auflagen nach § 11 Tierschutzgesetz erfüllt. Eine große Anzahl an Züchtern erfüllt diese Kriterien nicht. Jeder Züchter mit drei zuchtfähigen Hündinnen (damit ist nicht zuchtzugelassen gemeint), ist verpflichtet, die Zucht bei der Behörde anzumelden. Damit erfolgt eine Überprüfung der Sachkunde, wie auch der Örtlichkeiten, sowie der vorhandenen Hunde und somit ist auch jeglicher Verkauf dem Finanzamt zu melden.

 

Diese Züchter werden regemäßig vom Veterinäramt, ohne vorherige Anmeldung, überprüft. Diese Art von Kontrolle ist wesentlich strenger, als so mancher Besuch vom vereinseigenem Zuchtwart.

Bei allen Züchtern im Vorstand des Cane Corso Club Germany e.V., sowie im Cane Corso Club Deutschland e.V., liegt die Genehmigung der Behörde nach § 11 Tierschutzgesetz vor!

Nichts desto trotz muss man hier anmerken, dass jeder von uns die Zucht als zeitintensives und kostenintensives Hobby betreibt und nicht finanziell davon abhängig ist.